Jahresrückblick 2025
Wieder geht ein Jahr dem Ende entgegen und es ist Zeit,Revue passieren zu lassen. Wenn mir eines in diesem Jahr besonders aufgefallen und hängengeblieben ist, dann die Aussage, welche ich in vielen Gesprächen immer wieder gehört habe: „Wo ist unsere Gesellschaft nur hingekommen?“
Das zurückliegende Jahr hat wieder viele Veränderungen mit sich gebracht. Die Erwartungen an uns, seitens der Politik werden höher. Energie muss um jeden Preis gespart, der Fußabdruck immer „grüner“ werden. Die oft versprochene „Entbürokratisierung“ durch zunehmende Digitalisierung lässt noch auf sich warten – ist sie überhaupt realistisch? Künstliche Intelligenz soll unser Leben vereinfachen, stiftet aber vor allem Unruhe, Angst, Zweifel. An Fachkräften mangelt es in allen Branchen.
Gesetze werden erlassen und dann wieder in Frage gestellt. Uns betrifft speziell das Gebäude-Energie-Gesetz, kurz GEG, welches die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) abgelöst hat. Die EnEV löste damals die 1995 verabschiedete WSVO (Wärmeschutzverordnung) und die 1998 verabschiedete HeizAnlV (Heizanlagenverordnung) ab.
Es handelt sich hier jeweils um Gesetze, welche verbindlich sind. Die Bestrebung Energie einzusparen ist also nicht neu. Die Schärfe der Maßnahmen und Restriktionen nimmt jedoch merklich zu. Wir spüren bei Gesprächen mit unserer Kundschaft vor allem Verunsicherung und fehlende Perspektiven. Wie soll ich mein Haus künftig heizen, wenn Gas und Öl verboten werden?
Gerade im Altbau, vor allem aber in unseren schönen Mehrfamilienhäusern der Falkensteiner Innenstadt, mit Ihren verspielten Gründerzeitfassaden ,stellt sich diese Frage. Ich bin überzeugt, dass die spürbare Resignation und Ratlosigkeit ein großes Hindernis für gesundes Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft darstellt. Wenn die Perspektive fehlt, ist kein Ziel greifbar, für welches es sich zu kämpfen lohnt.
Es mag idealistisch und naiv klingen, aber ich darf dankbar sein, dass ich einen Beruf erlernen konnte, welcher auch in Zeiten wie diesen stets relevant, sinnvoll und zielführend ist.
Vor allem bin ich überaus dankbar, dass meine Eltern das Vertrauen in mich setzen und mir Ihre 1991 gegründete Firma zum Jahreswechsel 2024/25 übergeben haben. Die Verantwortung ist groß, ebenso aber der übertragende Schatz. Damit meine ich nicht allein die validen materiellen Werte, wie ein gut ausgestattetes Lager und Büro, Werkzeug und Transporter, sondern vor allem treue und stets verlässliche und loyale Mitarbeiter und Kunden. Ohne meine Mitarbeiter wäre die Wertschöpfung und Erhaltung nicht denkbar, ohne unsere langjährigen und treuen Kunden, könnten keine Werte erschaffen und erhalten werden und ohne unsere Lieferanten und Geschäftspartner, auf die stets Verlass ist und die immer mit einer Lösung parat stehen, wären keine Projekte umsetzbar.
Nun ist es Zeit, danke zu sagen für Ihr und Euer Vertrauen in uns als Firma, aber auch in mich als Person. Es ist noch viel zu lernen und es werden noch einige Neuerungen und Umstellungen kommen. Bleiben sollen die gewohnte Arbeitsqualität und Atmosphäre. Dankbar bin ich auch, dass meine Eltern beide nach wie vor im Betrieb tätig sind und mich stets unterstützen, beraten und mittragen.
Wir durften dieses Jahr viele neue Heizungsanlagen, vor allem Wärmepumpen, aber auch Festbrennstoffkessel einbauen, Eigenheime mitgestalten und Ihre individuellen Badträume umsetzen. Seit September dürfen wir unseren zweiten Lehrling begrüßen, welchen wir schon zwei Jahre, während seiner vielen Ferienarbeitseinsätze, kennen- und schätzen lernen durften. Unser älterer Lehrling ist in den letzten Zügen der Ausbildung und wird diese im Januar abschließen. Wir sind froh, dass er uns treu bleibt und viel frischen Wind in unser Team gebracht hat. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir an neuen Lager- und Werkstattflächen, welche Mitte 2026 voll nutzbar sein und die geänderten Warenwirtschaftsbedingungen abfangen sollen. Unser Standardmaterial soll wie gewohnt immer in ausreichender Menge greifbar sein und bleiben.
Auch Erweiterungen in der EDV und der Digitalisierung können wir verzeichnen. So werden ab Januar 2025 alle Wartungs- und Kundendiensteinsätze digital über ein Tablet abgewickelt. Eine Mammutaufgabe – nicht nur für unsere Monteure, sondern auch für das Büro. Auch die Dokumentation unserer Baustellen funktioniert App-basiert. Arbeitszeiten werden digital mit dem Smartphone oder Tablet erfasst.
Ich blicke also optimistisch in das neue Jahr und dankbar auf das zurückliegende.
Bedanken möchte ich mich für die Treue und Ihr Vertrauen in unsere Leistungen und wünsche ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes und gesegnetes neues Jahr.
Ihr Franz Pohlandt